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EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT DES WOHNENS

Ein Leben auf SICHT

Wenn wir „auf Sicht fahren“, richten wir unser Verhalten im Straßenverkehr nach den erkennbaren Gegebenheiten und den daraus ableitbaren Risiken. Wenn’s beispielweise neblig ist, schalten wir das Licht ein, gehen von Gas und halten Abstand.

 

„Auf Sicht leben" wir, wenn wir die absehbaren Entwicklungen, die unsere physische und soziale Umwelt künftig beeinflussen werden in unsere Lebensentscheidungen mit einbeziehen.

 

Das gilt sowohl für viele negative Trends, als auch für die immer stärker werdenden Gegenbewegungen, die seit einigen Jahren eine Rückbesinnung auf kollektive Werte, nachhaltige Lebensformate und soziale Geschlossenheit eingeleitet haben.

Wie leben wir in ZUKUNFT ?

Die Grundsatzfrage ist, wie wir auf negative Trends reagieren können, wie z.B. die Zersiedelung von Kulturraum, die Versiegelung von Boden, die Verschwendung von Baulandressourcen für Einzel-Haushalte, die Verteuerung von Wohnraum durch Mangel, Leerstand und Spekulation, die schleichende Entfremdung der Menschen von der Natur, den Einsatz von umweltschädlichen Materialen, die radikale Überforderung unserer Infrastruktur, die Anonymisierung in der Nachbarschaft, eine Vereinsamung des/der Einzelnen - insbesondere im Alter, u.v.m. ?

Ein aktueller Lagebricht zeigt jedoch, dass viele alternative Zukunftsvisionen gegen eine düstere Lebensumwelt nicht nur eine Chance auf Verwirklichung haben, sondern bereits sehr real und erfolgreich in der Umsetzung gelandet sind.

Auf zur Solidar-GEMEINSCHAFT

Was Trendforscher wie Matthias Horx und Kolleg*innen vorausgesagt haben, lässt sich heute vielerorts bereits beobachten:

  • Unser Lebensraum wird wieder urbaner = möglichst zentral, sinnvoll verdichtet, effizient und smart erschlossen.

  • Unser Raumbedarf für Wohnen, Freizeit und Arbeit konzentriert sich oft auf einen Standort, ein Grätzel.

  • Der Stadtteil, das Grätzel, die Kommune stiften wieder Identität - es entstehen natürliche, vertrauliche Netzwerke.

  • Wohnen wird wieder eine Frage von persönlichen Bedürfnissen und weniger einer Statussymbolik.

  • Leistbares Wohnen entsteht durch Reduktion des individuellen Rückzugsraumes bei einem Ausgleich durch gemeinschaftlich genutzter, funktionaler Infrastruktur.

  • Wohnraum entsteht und funktioniert mehr und mehr ökologisch, nachhaltig und ressourcenneutral.

  • Reduzieren (reduce) - Wiederverwenden (reuse) - Wiederverwerten (recycle) ist DER Gegentrend zu Verschwendung.

  • Ökologische Gemeinschaftsprojekte á la Sharing oder Urban Gardening sind schon heute schlichtweg HIP!

  • Moderne, reife Gemeinschaften organisieren sich partizipativ und agieren achtsam und solidarisch als Gruppe.

  • Der ego-zentrierten "ICH, HIER und HEUTE" Einstellung der 90er-Jahre stellt sich heute vehement ein WIR mit einem Gedankenhorizont über Generationen entgegen: ENKELTAUGLICH ist das neue Geiz ist Geil!

GUT ÜBERDACHT ist in diesem Zusammenhang unsere sehr konkrete Antwort auf viele der o.a. Entwicklungen und auf die sehr persönliche Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Es liegt an uns, eine lebendige, lebensbejahende Gemeinschaft in einem lebenswerten, natürlichen und enkeltauglichen Lebensumfeld zu schaffen. Legen wir los!

LITERATUR-Empfehlungen

Nachstehend eine kleine Auswahl an Literaturempfehlungen zum Einlesen in die die Zukunft des urbanen Wohnens allgemein und ins Thema gemeinschaftliches Wohnen.

50 Insights | Zukunft des Wohnens (2017)

In der Studie FUTOPOLIS, Zukunft des Wohnens stellt das Zukunftsinstitut in Kooperation mit dem renommierten Architektur-Büro GRAFT die Entwicklung des Megatrends „Urbanisierung“ in den Mittelpunkt. | Trendstudie des Zukunftsinstituts | www.zukunftsinstitut.de »

FUTOPOLIS | Stadt-Land-Zukunft (2018)

In  50 INSIGHTS des Wohnes stellen Matthias Horx und sein Team NEUE Fragen zur Zukunft des Wohnens und finden 50 Antworten auf Fragen die wir schon immer wissen wollten, uns aber nicht zu fragen wagten. | Trendstudie des Zukunftsinstituts | www.zukunftsinstitut.de »

WandelOasen | solidarische Dörfer und nachhaltige Kommunen (2018)

Das Handbuch für solidarische Dörfer und nachhaltige Kommunen verbreitet Aufbruchsstimmung für den Weg in eine solidarische, enkeltaugliche Welt. Es beschreibt, wie ökologische Infrastrukturen in Kommunen und Dörfern entwickelt werden können. | www.ökoligenta.de/presse... »

Leitfaden für Gruppenwohnprojekte (überarbeitet 2015)

Der Leitfaden für Gruppenwohnprojekte als das bundesdeutsche Standardwerk über und für Wohnprojekte und Baugemeinschaften richtet sich an alle Menschen, die Interesse an dieser Art des Wohnens, des Bauens und des Realisierens von Projekten haben. | www.manz.at »

Gemeinschaftsbildung | nach Scott Peck (2007)

Gemeinschaft als Erfahrung von Verbundenheit, eine bestimmte Art zusammen zu sein, die eine Tiefe des individuellen und des Gruppenbewusstseins erfordert, wie auch ein hohes Maß an Selbstverpflichtung und authentischer Kommunikation | netzwerk-gemeinschaftsbildung.com  »

Eurotopia

Zeitschrift für Leben in Gemeinschaft - https://eurotopia.de/

Sieben Stock Dorf

Wohnexperimente für eine bessere Zukunft - "Leben auf Sicht" - Die aktuelle Buchreihe für neue nachhaltige Wege herausgegeben von Thomas Weber Wohnen neu erfinden Als Barbara Nothegger Mutter wurde, wagte sie das Experiment und schloss sich mit ihrer Familie einem gemeinschaftlichen Hausprojekt in Wien an. 100 Menschen bauten sich ein Haus mit flexiblen Wohnungen, Gärten, Freiräumen für Kinder und einem ökologischen Lebensstil. Die Bewohner wollten füreinander da sein – ganz so wie früher im Dorf. Doch wie gelingt ein Zusammenleben in einer von Individualismus geprägten Welt? - https://www.residenzverlag.com/buch/sieben-stock-dorf

 

Best Practice WOHNPROJEKTE

Cohousing POMALI

Pomali ist eine lebendige Gemeinschaft von Menschen zwischen 0 und 75 Jahren. Wir wollen Praktisch, Oekologisch, Miteinander, Achtsam, Lustvoll und Integrativ leben. Wir setzen dabei auf eine gute Beziehungen untereinander und ökologische, nachhaltige Vielfalt.

 

Adresse: Landersdorf 108 | 3124 Wölbling | Link »

Wohnprojekt GLEIS 21

Wir bringen das Dorf in die Stadt. Das Wohnprojekt Gleis 21 möchte den Traum von einem „anderen“ Wohnen realisieren und wird von allen Bewohnerinnen und Bewohnern aktiv durch Eigenleistungen und mitmenschliches Engagement getragen.

 

Adresse: Rechte Wienzeile 171/5 | 1050 Wien | Link »

Gemeinschaft Schloss Tempelhof

Rund 120 Menschen leben in Kressberg, Deutschland die Vision vom gemeinsamen Leben in einer ökologisch nachhaltigen, sozial gerechten und sinnerfüllten menschlichen Daseinsform kleinen, alleine stehenden Dorf Tempelhof.

 

Adresse: Tempelhof 3 | D-74594 Kreßberg, Deutschland | Link »

Wohnprojekt SARGFABRIK

Weit mehr als ein Wohnmodell ist die Sargfabrik ein Lebensmodell. Neben dem luxuriösen Dachgarten schaffen eine Vielzahl von Gemeinschaftseinrichtungen eine Kommunikations- und Genusslandschaft, die mit auch öffentlich zugänglich ist ...

Adresse: Goldschlagstraße 169 | 1140 Wien | Link »

Gemeinschaftsprojekt B.R.O.T. Aspern

Wir sind eine Gruppe von Personen, die den Willen, die Begeisterung und den Unternehmergeist hatte, gemeinsam ein Wohnheim zu planen und zu bauen. Inzwischen leben und feiern wir in unserem Haus ...

 

Adresse: Hannah-Arendt-Platz 9 | 1220 Wien | Link »

TÜBINGEN, die Wohnprojektstadt

Eine Musterstadt für modernes, selbstorganisiertes Wohnen in Gemeinschaft: Tübingen. Dort vergibt die Gemeinde Bauplätze/-objekte und private Baugruppen realisieren Ihre Konzepte. Und die sind in der Regel bunt, innovativ, durchaus groß, seriös und zukunftsfit.

Zur Übersichtsseite zu laufenden Wohnprojekten in Tübingen - Link »

Willy Fred

Vor einigen Jahren hat eine Gruppe junger Linzer*innen den Kampf gegen Immobilienspekulation und steigende Wohnkosten mit kreativen Mitteln selbst in die Hand genommen.

Zu Willy Fred nach Linz - Link »

Cambium

Es braucht diverse Antworten durch lokale Initiativen, um an einem tiefgreifenden Wandel hin zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Welt zu arbeiten. Cambium ist selbst Teil dieses Wandels und bewegt sich forschend auf der Suche nach neuen Wegen.

Cambium Leben in Gemeinschaft - Link »

Wohnprojekt Wien

Verein für Nachhaltiges Leben | Wir sind eine Gruppe von derzeit rund 70 Menschen, die sich die Förderung und Umsetzung von nachhaltigem Leben, Wohnen und Arbeiten in einer interkulturellen und generationenübergreifenden Gemeinschaft zum Ziel gesetzt haben.

 

Adresse: Krakauer Strasse 19/45 | 1020 Wien | Link »

Spannende LINKS und DOWNLOADS

Nachstehend finden Sie ausgewählte Links und Informationen zu Themen, Initiativen, Innovator*innen, u.v.m., die inhaltlich ganz gut mit unseren Erfahrungen und Sichtweisen korrelieren und harmonieren.

Pioneers of Change motiviert, begleitet und inspiriert Menschen in ihrer Potentialentfaltung, Visionsfindung und dem Aufbau erfolgreicher Unternehmen. Wir möchten eine kulturkreative Bewegung inspirierter Weltgestalter*innen vernetzen, aufbauen und unterstützen ...

Die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen in Wien vertritt die Interessen gemeinschaftlicher Wohnprojekte, widmet sich der Verbreitung der Idee des gemeinschaftlichen Wohnens und ist Treffpunkt und Vernetzungsort für Interessierte am gemeinschaftlichen Wohnen.

Wir machen bewusst, dass Menschen ihren Lebensraum in Selbstkompetenz mitgestalten können. Dabei schlummert in vielen unter uns ein unentdecktes Potenzial das darauf wartet, entdeckt zu werden ...

Einige weitere Links die spannend sind: